Ein Segenslied für die Krise

Der HERR redete mit Mose:
Sage Aaron und seinen Söhnen, sie sollen die Israeliten mit diesen Worten segnen.
Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der HERR wende dir sein Angesicht zu und gebe dir Frieden.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
4. Mose 6,22-27

Kurz vor der Coronakrise hat eine christliche Musikgruppe (Elevation Worship) ein Lied über diesen Segen produziert. Es wurde zu einem YouTube-Hit. Die Originalaufnahme wurde über 15 Millionen mal angeschaut. Musiker aus aller Welt haben das Lied gesungen und neu aufgenommen. Unter den Videos liest man Kommentare wie:

„Ich bin Krankenschwester auf einer Intensivstation für Covid-19 Patienten. Dieses Lied hat mich durchgetragen. Ich habe es schon so oft gesungen, auf dem Weg zur Arbeit, wenn ich meine Schutzkleidung angezogen habe, bei Patienten, wo es kaum mehr Hoffnung gab . . .“

„Ich gehe gerade durch eine dunkle und einsame Zeit und sehne mich so verzweifelt nach Gottes Nähe. . . . Ich schaue mir das Lied jeden Morgen an. Es tröstet mich, gibt mir Mut und Hoffnung.

„Ich bin Lehrerin . . . Jeden Morgen höre ich mir dieses Lied an, bevor ich mit meinem Online-Unterricht beginne.“

Seit Jahrtausenden geben die Worte dieses Segens Menschen Kraft. Eigentlich logisch. Denn sie gehen auf Gott selber zurück.

Er lässt sein Angesicht leuchten. Er schaut uns freundlich an. 

Das haben die Leute rund um Jesus erlebt. Sie haben gespürt: „Hier werde ich nicht verurteilt. Hier werde ich geliebt. Hier wird mir das abgenommen, wofür ich mich schäme.“ Oder wie es der Segen ausdrückt: „Hier lässt Gott sein Angesicht leuchten über mir und ist mir gnädig.“ Weil Menschen das bei Jesus gespürt haben, haben sie ihr Leben geändert und ihm alles anvertraut.

Ich erzähle gerne von Teresa von Avila. Sie hat vor 500 Jahren in Spanien gelebt. Viele junge Leute waren fasziniert von ihrer Persönlichkeit, von der Echtheit und Tiefe ihres Glaubens. Wenn sie gefragt wurde, wie wir beten können, hat sie geantwortet: „Denk daran, Jesus schaut dich an, liebevoll und demütig. Und dann rede einfach mit ihm.“ Man könnte sagen: Beten ist Antworten auf das leuchtende Angesicht Gottes.

Corona hat unsere Welt verändert. Wir wissen nicht, wann das Leben endlich wieder so sein wird wie früher. In diese Unsicherheit hinein spricht Gott uns seinen Segen zu. Lassen Sie sich davon beschenken und geben Sie seinen Segen weiter!

Einen Sommer unter Gottes leuchtendem Angesicht wünscht Ihnen / euch
Ihr / euer Pfarrer
Thomas Dopplinger
 
Viele unterschiedliche Gemeinden aus England singen „The Blessing"
 
Die deutsche Version aus dem Gebetshaus Augsburg:

Zurück